Handreichung zum Umgang mit dem Troll

Darum geht es hier:

Olaf Kampmann ist ein Troll; Don’t feed the troll ist out; Wenn der Troll reagieren muss, ist er zu besiegen; Olaf Kampmann ist ein Troll

Ich nehme an, den Hinweis, in Island gibt es ein Ministerium, das sich um Troll-Belange kümmert, ist für den Einstieg in so ein Thema obligatorisch. Es gibt also in Island ein Ministerium, das sich mit Troll-Belangen auseinandersetzt, ich verbinde dies mit der Einschränkung, dass es sich dabei durchaus um eine urbane Legende handeln könnte. Nicht um eine urbane Legende, sondern um eine eher landläufige Plage, handelt es sich hingegen bei den ganz normalen Internet-Trollen, die in den vergangenen Jahren und Monaten verstärkt ihren Weg ins Rampenlicht fanden und finden. Kürzlich erschien ein unter Journalisten gerne geteilter Text über den Besuch eines FAZ-Autoren bei einem sehr umtriebigen Troll, wenig überraschend kam dabei raus, dass es sich um eine traurige Gestalt handelt. Pegida hat dann einer breiten Öffentlichkeit klar gemacht, dass das Prinzip des meist in Parallelwelten verhafteten Trolls, der Belästigung anderer Menschen in Lebensenergie umwandelt, ein grassierendes Problem ist.

Der Troll also ist längst keine Geheimwissenschaft mehr. Ich will nun hier über mein eigenes Exemplar berichten, da er gerade die höchsten Weihen eines Trolls erreicht hat und das im Zusammenhang mit einem Projekt geschieht, dem ich verbunden bin. Olaf Kampmann macht Attacke gegen die Prenzlauer Berg Nachrichten – und wird zitiert unter anderem von Tagesspiegel, Süddeutsche und Berliner Zeitung. Es folgt nun eine Handreichung über den Umgang mit dem Troll, am Beispiel des Olaf Detlef Kampmann, Blogger der Prenzlberger Stimme. Ein Troll, der mit juristischen Schritten droht, wenn man ihn einen Stalker nennt, was aber irrelevant ist, da er sich sowieso keinen Anwalt mehr leisten kann, wegen anderer Trollprozesse, die er bereits führt.

Es geht um die Prenzlauer Berg Nachrichten (kurz Prenzlette), eine im Internet erscheinende Lokalzeitung, für die ich seit vier Jahren tätig bin (für alle, die noch auf dem Stand dieses Blogs sind: Ich zog nach Berlin und gab mein starumwobenes Bloggerdasein in der Elbmetropole Riesa auf). Zwei Tage die Woche arbeitete ich in den letzten Jahren für die Prenzlette, seit Beginn des Jahres nur noch gelegentlich, als Autor. Am 29. Mai nun wird die Prenzlette ihre Arbeit entweder beenden oder mit zahlenden Lesern fortsetzen, eine entsprechende Kampagne läuft seit knapp vier Wochen. 750 Leser, die bereit sind, monatlich knapp fünf Euro zu überweisen, sind das Ziel. Das ist Geld, das kaum für eine Redakteursstelle reicht, aber immerhin wäre es ein Signal, dass Lokaljournalismus im Internet zum tragfähigen Erlösmodell werden könnte. Da es jetzt wahrscheinlich doch ein längerer Text wird, empfehle ich allen, denen Trolle egal sind, dass sie jetzt aufhören zu lesen und einfach Mitglied bei den Prenzlauer Berg Nachrichten werden. Sie riskieren sonst meine Existenz! (Kleiner Scherz, ich komme sehr gut zurecht, wirklich.)

Olaf Kampmann berichtete aus Prenzlauer Berg, bevor wir es taten. Wenn stichprobenartige Archivsichtungen bei der Prenzlberger Stimme mich nicht täuschen, war der Mann mit großem Engagement bei der Sache, und vielleicht waren es tatsächlich erst wir, die ihn zum Troll machten. Philipp Schwörbel, Geschäftsführer der Prenzlette, der bereit war, einen Großteil seines Privatvermögens auf Nimmerwiedersehen in dieses Projekt zu stecken, sagte in Interviews zu Beginn des Projekts einen Satz, den Olaf Kampmann bis heute nicht verwunden hat. Die Prenzlette, so Schwörbel damals, stoße in ein „journalistisches Vakuum“, weil sich die Berliner Medien aus der Bezirksberichterstattung zurückgezogen hätten. Narzissten lässt das nicht kalt, und so wurden wir zu Olaf Kampmanns Feind, der sich bei Schwörbels Darstellung eines journalistischen Vakuums in Prenzlauer Berg regelrecht negiert sah. Olaf Kampmann ist kein Vakuum. Fortan beschäftigten sich Dutzende seiner Artikel mit der Prenzlette, oder besser gesagt mit den Betrügern, Lügnern, Nazis und Immobilien-Lobbyisten, die dort ihr Werk verrichteten. Die Wahl der Waffen war von Anfang an auf Endkampf ausgerichtet, und der Krieg war insofern asymmetrisch, als wir alle Attacken bis jetzt komplett ignorierten. Heute halte ich das für einen Fehler.

Das erste und einzige Mal persönlich begegnete ich Kampmann bei einer Sitzung des Pankower Bezirksparlaments, ich ging gerade auf Toilette. Vielleicht kaute er oder es war die viele Spucke in seinem Mund, die seiner Spachmelodie etwas Speiendes verlieh – auf jeden Fall hatte er von Anfang an, auch wegen seiner offenbaren Unfähigkeit, Distanzbedürfnisse von Mitmenschen auszumachen, etwas sehr Bedrohliches (Philipp Schwörbel, dem Kampmann mehrmals hinterherstieg und belagerte, sagte mal zu mir, dass er sehr froh sei, dass unsere Redaktionsfenster von außen vergittert sind). Ich hätte eine Meldung von ihm abgeschrieben, rief Kampmann mir damals hinterher, er wolle, dass ich deswegen seinen Name auf unserer Seite nenne. Es ging dabei wohl um eine Pressemitteilung des Bezirksamts, die sowohl bei ihm als auch bei uns erschien, keine Ahnung, wo zuerst. Ich hatte nichts abgeschrieben, wir hatten nur die gleiche Quelle. Ich floh damals mit rasendem Puls, was mir unangebracht schien, weil es um eine Nichtigkeit ging. Aber das lernt man in der Berliner S-Bahn: Wenn es dir komisch vorkommt, wird es nur viel unangenehmer, wenn du reagierst.

Wenig später schrieb Kampmann einen Text über mich, in dem er mich als Lügner bezeichnete. Kurz zuvor hatte ich eine eher belanglose Meldung zur Neu-Konstituierung des Bezirksamtes Pankow verfasst, nach den lokalen Wahlen steht hier nämlich immer eine Neuernennung von Stadträten und eine Neuverteilung der Zuständigkeiten an. Ein Stadtrat verriet mir die Verteilung vor der offiziellen Bekanntgabe, was ein relativ übliches Verfahren ist und wenig mit Investigativjournalismus zu tun hat. Es erschien eine Meldung bei der Prenzlette über die Neuverteilung, die entsprechende Pressemitteilung des Bezirksamtes ein paar Tage später. Im Text Kampmanns stand dann Folgendes: „Die Bekanntgabe der Konstituierung des neuen Bezirksamtes erfolgte erst vier Tage nach Erscheinen jener Meldung. Was beweist, dass Autor Thomas Trappe … mit Vorsatz gelogen hatte.“ Eine langweilige Grätsche, soll man denken, doch seitdem steht irgendwo in der Unterwelt des Internets, Thomas Trappe sei ein Lügner, für einen Journalisten eine besonders Ruf schädigende Unterstellung. Was deshalb relevant wurde, da Olaf Kampmann bis heute diesen und andere diffamierende Texte bei sämtlich ihm passend erscheinenden Gelegenheiten verlinkt, sobald wir in irgendeinem Zusammenhang Thema im Netz sind. Um es auf die Nichttwitterwelt zu übertragen: Olaf Kampmann ist die Plage, die mich zu Partys begleitet und bei jedem anregenden Gespräch reinplatzt, um dem Gegenüber mitzuteilen, Thomas Trappe sei ein Lügner. Und ihn dann um Zigaretten anzuschnorren, wahrscheinlich auch um Bier.

Aus dem „Lügner“ wurde im Laufe der Zeit der „Lügenbold“. Es erschienen weitere Texte, in einem wurde ich dann zusätzlich zum „halbsoffenen Jungnazi“ (es ging um Rentnerproteste), später wurde ich zum „Naziversteher“ und potenziellen NPD-Pressesprecher (es ging um den rationaleren Umgang mit Rechtsextremismus, ich habe da ein bisschen Background). Lügenbold, Naziversteher – das ist das enge Repertoire an Zuschreibungen über mich, die Kampmann seitdem überall dort ablässt, wo man im Internet in die Ecke pinkeln kann. Kommentarbereiche in Blogs, Onlineauftritten von Zeitungen, Facebook, Twitter und was weiß ich noch wo. Und natürlich in seinen eigenen Blog. Vorderstes Ziel: Die möglichst weite Verbreitungen von Verleumdungen. Bei öffentlichen Veranstaltungen gehe ich Olaf Kampmann aus dem Weg, eines seiner Hobbys ist es, seine Opfer zu fotografieren, um sie später möglichst unvorteilfhaft in Szene zu setzen (dazu baut er Grafiken, in denen Gummienten eine zentrale Rolle spielen, aber das gehört hier nicht her). Auch ist bekannt, dass Olaf Kampmann gerne Auftraggeber von missliebigen Journalisten kontaktiert, um dort für schlechte Stimmung zu sorgen. Oder bei Netzwerkpartys von Journalisten auftaucht und erst verschwindet, wenn er aus der Wohnung geschmissen wird. Kurz: Hätte der Mann nicht ganz offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zur Realität, könnte er richtig gefährlich werden.

Das Prinzip Kampmann ist damit ganz gut erklärt, massiver ging er mit identischer Taktik bei Philipp Schwörbel vor, außerdem bei Prenzletten-Kolleginnen (meist mit einem Hang zu recht verbrauchtem Altmänner-Sexismus). Auch auf Teile der SPD im Bezirk Pankow scheint Kampmann einen pathologischen Hass zu pflegen, was vielleicht auch seine Aggressivität gegen Philipp Schwörbel, erklärtermaßen SPD-Mitglied und Ex-Wahlkampfmanager von Gesine Schwan, nicht erklärt, aber doch begründet. Vor zwei Jahren legte er sich mit dem SPD-Politiker Klaus Mindrup an. Von Mindrup, der damals in den Bundestag strebte und dort inzwischen auch sitzt, wurde Kampmann schließlich verklagt, Kampmann selbst sagt, das Gerichtsverfahren laufe noch, was nicht stimmen muss.

Das ist das grundsätzliche Problem im Umgang mit vielen Trollen, vermute ich. Sie sind meist schon sehr weit unten. Kein Mensch, dessen Leben wenigstens in einem Bereich zur Erfüllung neigt, schreibt das Internet voll, mit dem einzigen Ziel, sich an der Verächtlichmachung anderer zu befriedigen (Ja, ich sehe die Ironie, aber in diesem Post geht es um eine professionelle Zurechtrückung, ich will ja mit meinem Job weiter so viel Geld verdienen wie bisher). Trolle haben meist nichts zu verlieren: Soziales Ansehen, familiären Rückhalt, ein Einkommen oberhalb der Pfändungsgrenze, alles nicht vorhanden. Solchen Menschen macht nicht viel Angst, auch kein Gerichtsprozess, an dessen Ende im schlimmsten Fall eine Geldstrafe droht, die sowieso nicht eingezogen werden kann. Die Taktik, Trolle ins Leere laufen zu lassen, geht daher fehl. Trolle kommen aus der Leere, sie kennen sich da aus. Sie sind da überlegen. Es hilft nur die Konfrontation. Und Olaf Kampmann bewies das jetzt.

Auf Kampmanns jüngsten Artikel, natürlich war die Prenzlette Thema, entspann sich nämlich im Kommentarbereich eine interessante Diskussion, die man hier nachlesen kann und deren Essenz ich kurz zusammenfassen will. Kampmann bat Leser vor zwei Jahren um Geld, mit der Maßgabe, davon vor Gericht die Pressefreiheit zu verteidigen. Er sammelt damit eine kleine Summe ein und hoffte, dass nie jemand wieder danach fragt. Zwei Jahre später muss er einräumen, dass er es mit der Transparenz und Redlichkeit nicht ganz so ernst nimmt, wie er es als Troll immer vorleben möchte. Das Geld scheint weg, Spender will er nicht nennen. Keine zwei Stunden dauert die Wandlung des Schwert schwingenden Trolls zum stammelnden und am Ende schweigenden Bloggers.

Fast gleichzeitig entschlossen wir uns bei der Prenzlette nun auch endlich zur Offensive. Wir machten das jahrelange Treiben des Olaf Kampmann öffentlich und forderten eine Gegendarstellung zu einem aktuellen, wieder mit Unterstellungen gespickten Artikel. Und Kampmann reagiert wie die Biene, die in ein Glas gesperrt wird. Twittert stundenlang über die unwürdige Frage, wer zuerst da war, mehr Leser hat, legt seinen ganzen Narzissmus und die die verletze Eitelkeit offen. Zum Beispiel so: „Irgendwie erreichte ich ihn (Schwörbel) nicht. Dann begann sein bundesweites Gedöns ‚ICH bin der erste, ICH bin der einzige‘.“ Kurz zuvor gab es schon nächtlichen Tweets, in denen Kampmann darüber klagte, dass sich Philipp Schwörbel nicht mit ihm fotografieren lassen wolle, außerdem ein, natürlich ironisches!, Klagen über „abgewiesenes Liebeswerben“ – auch Unbeteiligten wurde so ganz schnell klar, dass hier einer seine ganz eigenen Kämpfe mit sich ausmacht.

Es wäre so einfach, wenn da nicht diejenigen wären, die es eigentlich besser wissen sollten. Die lieben Kollegen. Sie alle, davon ist auszugehen, haben jeweils ihre eigenen Erfahrungen mit Trollen und scheuten sich in den vergangenen Wochen trotzdem nicht, dem Troll Olaf Kampmann einer der wahrscheinlich größten Genugtuung seines Lebens zu gönnen. Es geht um eine aus meiner Sicht eher überflüssige Aktion dreier Bundestagsabgeordneter, zweier Hinterbänkler von der SPD und Hans-Christian Ströbele von den Grünen. Sie alle haben ihren Wahlkreis ganz oder teilweise in Prenzlauer Berg, in dem Stadtteil gibt es zudem noch zwei linke MdBs, keinen von der CDU.

In der vergangenen Woche schrieben nun also Klaus Mindrup und Cansel Kiziltepe, Parteifreunde Philipp Schwörbels, zusammen mit Ströbele einen Aufruf, in dem sie ihre Sympathisanten aufrufen, Abonnenten der Prenzlette zu werden. Mindrup und Kiziltepe warben dafür auf offiziellem Briefpapier des Bundestages. Der Sozialdemokrat Mindrup, der Olaf Kampmann verklagt hat, unterstützt damit ein Projekt Philipp Schwörbels, den Olaf Kampmann hasst, und damit auch mich, gegen den Kampmann seit Jahren eine Verleumdnungskampagne fährt. Dass Medienjournalisten darauf kommen, über die Unterstützungsaktion zu berichten, in der ein Hoheitszeichen der Bundesrepublik genutzt wird, ist nachvollziehbar (ich, subjektiv, meine, es ist unproblematisch, weil die Parlamentarier ja auch ausdrücklich als Parlamentarier sprachen und daher die Verwendung politisch legitim ist – juristisch ist es sowieso unbestritten).

Dass sie dafür aber als einzige Quelle einen gewissen Olaf Kampmann heranziehen und ihn über die journalistische Qualität der Prenzlette urteilen lassen, ohne einen Journalisten der Prenzlette dazu wenigstens mal zu kontaktieren – das ist der Weg, den ich im Umgang mit Trollen eher nicht für angeraten halte. Um es deutlicher zu sagen: Ein Großteil der überregionalen und vor allem Berliner Berichterstattung über die letzte Phase der Prenzlette-Crowdfunding-Aktion einiger engagierter Journalisten geht auf Informationen, Einschätzungen und Unterstellungen eines ihrer penetrantesten Trolle zurück. Was das über den Medienjournalismus aussagt, weiß ich jetzt auch nicht. Dazu bin ich zu involviert. Ich glaube aber, da ist noch Luft nach oben.

Wie es mit der Prenzlette weiter gehen wird, weiß ich nicht, aber das hier sollte eigentlich auch ein Leitfaden für den Umgang mit Trollen werden. Ich habe meinen Teil getan, der Text ist jetzt da. Egal, wo Olaf Kampmann demnächst im Internet über mich sprechen wird, ich werde zur Stelle sein und hierher verlinken. Olaf Kampmann ist ein Troll. Man sollte das wissen.

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11 Antworten zu “Handreichung zum Umgang mit dem Troll

  1. Hurra, er lebt! Und was für ein Text zur Wiederauferstehung.

    Wird es hier demnächst wieder häufiger etwas zu lesen geben?

  2. Danke für die Blumen! Antwort auf die Frage: Wohl eher nicht. Mal schauen.

  3. Ich bedanke mich!
    Trotz des zugegebenermaßen durchaus tragischen Themas, habe ich mich lange nicht mehr so beim Lesen eines Texten amüsiert!

  4. Auf einem Online-Lokalnachrichten-Blog über Konkurrenz-Blogs zu lästern ist in dieser Form schon arm, aber ganz ehrlich, Kampmanns „Real-Life“-Getrolle von wegen Fotos machen und Auftraggeber anrufen ist doch schon erschreckend. Da lebt einer in seiner eigenen Welt.

  5. Pingback: Inside PBN | Juliane Wiedemeier

  6. @bykkze: Vielleicht verstehe ich die erste Hälfte Ihres Satzes falsch, trotzdem stelle ich klar: Das hier ist kein Online-Lokalnachrichtenblog, sondern mein persönliches. Ich lästere also nicht über die Konkurrenz, sondern schildere meine Erfahrungen mit einem Troll.

  7. Den Namen Gesine Schwan beim nächsten Mal bitte in den ersten drei Zeilen platzieren …So als geeignetes Signal, dass Zeitverschwendung droht.

  8. Herr Kampmann hat im übrigen wohl keine Lust mehr sich mit seinen Lesern zu unterhalten. Er hat kurzerhand die Kommentarfunktion auf seiner Nachrichtenseite eingestellt…

  9. Pingback: Leseempfehlung vom 28. May 2015 | off the record

  10. Pawel Kortschagin rereloaded

    Keine Sorge, Sie haben Kampmann nicht zum Troll und zum Stalker gemacht, die Ursachen für sein Verhalten sind schon lange irgendwo in den Tiefen seiner Persönlichkeit angelegt. Und ich bin mir ziemlich sicher dass er ähnliche Verhaltensweisen bereits in der Vergangenheit an den Tag gelegt hat, wenn auch nicht unbedingt im Internet.

    Olaf Kampmann hat in der Tat wohl sein Herzblut in die Prenzlberger Stimme gesteckt, sie ist vermutlich alles was der Mann noch hat. Früher war er er nach dem was er selbst geschrieben hat u.a. für die TAZ und den WDR als Journalist tätig, aber seinen Lebensunterhalt bestreitet er wohl schon lange nicht mehr auf diese Art und Weise. Mir scheint, der Mann bezieht aus seiner Tätigkeit als Herausgeber und Redakteur der Prenzlberger Stimme sein komplettes Selbstbewusstsein. Er sieht sich in dieser Rolle auf Augenhöhe mit Bezirksverordneten, Stadträten und Bürgermeister. Das ist an sich nichts verwerfliches, aber jeden der aus seiner Sicht seine Position als herausragender Chronist des Prenzlauer Bergs und des Bezirks Pankow gefährdet greift er mit voller Wucht und ohne Rücksicht auf Verluste an.

    Bei seiner Tätigkeit arbeitet der Mann in vielen Fällen ausgesprochen oberflächlich. Tiefgreifende Recherche ist nicht sein Ding, Google schon eher. Komplexere Sachverhalte bricht er gerne auf einfache Auseinandersetzungen zwischen gut und böse herunter, er selbst steht natürlich immer auf Seiten der „Guten“. Werden seine Texte kritisiert, dann betrachtet er dies regelmäßig als persönlichen Angriff durch die „Bösen“ und keilt entsprechend zurück.

    Mit den selben Methoden die Sie beschreiben ist Olaf Kampmann übrigens auch auf MdB Mindrup losgegangen. Dieser hatte Kampmann wohl gerichtlich gezwungen verleumderische Leserkommentare zu löschen nachdem der sich geweigert hatte das freiwillig zu tun. Damit stach er in ein Hornissennest. Olaf Kampmann reagierte mit einer Flut an Schmähartikeln.

    (gestrichen, da juristisch eventuell angreifbar. tt).

    Ich bin mir sicher, subjektiv fühlt sich der Mann selbst von den Opfern seiner Attacken verfolgt, aus seiner Sicht ist sein Verhalten völlig legitim und dient lediglich seiner Selbstverteidigung.

    (gestrichen, tt)

    Im Grunde ist das ganze eine sehr traurige Geschichte.

  11. Manfred Peters

    Wie wäre es Kampmann zur Abwechselung einen Rabauken zu nennen?
    Da gibt es inzwischen einige juristische Erfahrung.
    Da ich nicht weiß, ob html-tags hier funktionieren:
    http://meedia.de/2015/05/29/nach-rabauken-kommentar-staatsanwalt-zeigt-nordkurier-chef-lutz-schumacher-an/

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